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Neue NeRess-Partner

Als Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) bündelt das Netzwerk Ressourceneffizienz (NeRess) fachübergreifend und praxisorientiert Know-how und Erfahrungen und dient der gegenseitigen Information sowie Vernetzung. Wir freuen uns daher, zwei neue Partner im Netzwerk begrüßen zu können: die Materialforschungs- und -prüfanstalt an der Bauhaus-Universität Weimar (MFPA) und die Initiative Klimabotschafter Stadt und Region Osnabrück.

Zum NeRess-Partner-Porträt der MFPA

Zum NeRess-Partner-Porträt Klimabotschafter Osnabrück

   NEUES VON DEN NERESS-PARTNERN

Neue Grundlagen für Klima-, Umwelt und Energiebeihilfen

Was Sie über die zum Jahreswechsel aktualisierten Beihilfeleitlinien für Klimaschutz, Umwelt und Energie der Europäischen Union (CEEAG) wissen müssen, können Sie in einer gleichnamigen Analyse des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nachlesen. Deutschland hat sich ehrgeizige Ziele im Bereich der Energie- und Klimapolitik gesetzt und will diese mit verschiedensten Maßnahmen erreichen. Sehr viele dieser Maßnahmen sind nach europäischem Recht als Beihilfe einzustufen und müssen demnach von der Europäischen Kommission, konkret der Generaldirektion Wettbewerb, auf Vereinbarkeit mit dem Binnenmarkt geprüft und genehmigt werden.

„Transformationsberatung – Impuls Klimaneutralität“ - kostenfrei für Unternehmen

Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) hat ihr Beratungsangebot für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Niedersachsen ausgebaut. Im Januar 2022 startete das neue, kostenfreie Angebot „Transformationsberatung – Impuls Klimaneutralität". Das Niedersächsische Umweltministerium hat die finanziellen Mittel so weit aufgestockt, dass alle Beratungsangebote im Bereich "Transformation" für die Unternehmen kostenfrei sind. 

Ziel der ökologischen Transformation: CO2-Ausstoß im Unternehmen reduzieren

Nur knapp 30 % des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland entfällt auf private Haushalte. Im Umkehrschluss verbrauchen Industrie, Verkehr sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen die restlichen 70 % der Energie. Die meisten Treibhausgasemissionen fallen in der Energiewirtschaft an, wobei ein Großteil der Energie für Unternehmen gewonnen wird. Bislang werden in Deutschland allerdings nur 19,2 % des Bruttoendenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien gewonnen. Es liegt also nahe, dass gerade Unternehmen - im Namen des Klimas - ihren Energieverbrauch herunterfahren oder auf erneuerbare Energien umsteigen sollten.

Neuer Technologiefilm des VDI ZRE: „Mit Wasser kühlen – klimaneutral und (energie-)effizient“

Steigende Temperaturen sorgen für eine wachsende Nachfrage nach Klimaanlagen – auch in der Industrie. Doch arbeiten solche Anlagen häufig mit fluorkohlenwasserstoffhaltigen Kältemitteln. Eine nachhaltige Alternative hierzu bietet die Kühlung mit Wasser. Der neue Technologiefilm „Mit Wasser kühlen – klimaneutral und energieeffizient“ des VDI ZRE zeigt nun anhand von Praxisbeispielen, wie sich mit dieser Technologie schon jetzt Industrieanlagen oder Serverräume CO₂-neutral und energieeffizient klimatisieren lassen.

Pump it up – Ressourceneinsparung dank ecodesign

Von der Pumpenserie R5 zur Serie R6 – was wie eine kaum erwähnenswerte Evolution klingt, kommt beim Balver Pumpenhersteller Rickmeier GmbH einer Revolution in Sachen Produktoptimierung, Ressourcenschonung und Klimaschutz gleich. Die systematische Analyse des Produktportfolios mit Methoden des ecodesign, also der Produktgestaltung mit dem Blick auf die Umweltauswirkungen, sorgt mit der neuen Pumpenserie für eine hohe Materialeinsparung, reduzierte Variantenvielfalt sowie Substitution kritischer Rohstoffe bei erhöhter Ressourceneffizienz. Die Duisburger Effizienz-Agentur NRW (EFA) beriet das Unternehmen in Kooperation mit der Düsseldorfer Agentur Squareone GmbH auf dem Weg zur neuen Produktserie. 

Energiehunger von Pumpen senken

Pumpen sind unermüdlich im Einsatz, ob sie nun Wasser, Kraftstoffe oder Öle befördern. Der ständige Betrieb ohne Rücksicht auf ihre tatsächliche Auslastung steigert oft den Energieverbrauch und treibt die Betriebskosten in die Höhe. In einem neuen Verbundprojekt arbeiten Forschende der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zusammen mit Gruppen der Fachhochschule Münster und des Dortmunder Technologie-Unternehmens Wilo zusammen und untersuchen, wie sich die Energieeffizienz von Pumpen verbessern lässt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. 

Finale Klimabilanz 2020: Emissionen sanken um 41 Prozent gegenüber 1990

2020 wurden in Deutschland 728,7 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente ausgestoßen. Das sind ca. 8,9 % weniger als 2019 sowie 41,3 % weniger im Vergleich mit 1990. Dies zeigen die Ergebnisse der finalen Berechnungen, die das Umweltbundesamt (UBA) an die Europäische Kommission übermittelt hat. Am deutlichsten sind die Emissionen in der Energiewirtschaft zurückgegangen. Mit 407,4 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalenten im Nicht-EU-Emissionshandelsbereich hält Deutschland 2020 sein Budget aus der Lastenteilungsentscheidung (Effort-Sharing-Decision, ESD) wieder ein. Jedoch kann der geringe Überschuss von 3,5 Mio. Tonnen nicht das kumulierte Defizit der Vorjahre ausgleichen.

Mit Strom zu recyceltem Beton

Wenn’s blitzt, muss es kein Unwetter sein: Elektrizität kann auch Verbundwerkstoffe im Rahmen eines Recyclingprozesses effizient trennen. „Elektrodynamische Fragmentierung“ (EDF) heißt ein Verfahren, mit dem sich etwa Beton mittels ultrakurzer Stromschläge einfach in seine Bestandteile Gesteinskörnung und Zementstein zerlegen lässt. Die Methode verspricht eine vollständigere Trennung der Komponenten als es bei einer mechanischen Betonzerkleinerung möglich ist. Ein neuer Standard unterstützt jetzt das Potenzial der EDF: Die DIN SPEC 18212 beschreibt, wie Anwender*innen die Qualität der freigelegten Gesteinskörnungen bestimmen können – eine wichtige Voraussetzung für die Wiederverwendung dieser Rezyklate.
 

Intelligenter Sensor erkennt Leckagen

Die lästige Suche nach Lecks in Druckluftanlagen könnte bald sehr viel einfacher werden: Das Fraunhofer IPA entwickelt mit der SICK AG einen Leckage-Zusatzservice für einen intelligenten Durchflusssensor. Selbstlernende Algorithmen werten die Messdaten aus und kommen so undichten Stellen auf die Schliche.

   NEUES AUS DER POLITIK

Gemeinsamer G7-Workshop von BMUV und BMWK zu Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft

Das Bundesumweltministerium (BMUV) und das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) haben am 22. und 23. März 2022 gemeinsam den G7-Workshop zu Ressourceneffizienz und Circular Economy ausgerichtet. Im Zuge der deutschen G7-Präsidentschaft 2022 sollte erneut die globale Führungsrolle der G7 beim Thema Ressourceneffizienz gestärkt werden. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie Ressourceneffizienz und Circular Economy als Schlüssel zur Lösung der drängendsten Umweltkrisen genutzt werden können.

Bundesregierung minimiert Plastik im Bioabfall

Am 16. März 2022 hat das Bundeskabinett die Novelle der Bioabfallverordnung beschlossen. Künftig muss der Kunststoffanteil in Bioabfällen, die kompostiert, vergärt oder mit anderen Stoffen gemischt werden, auf weniger als 0,5 Prozent reduziert sein. Zudem unterliegen künftig auch Komposte und weitere Bioabfallmaterialien der Bioabfallverordnung, die nicht als Düngemittel oder auf nicht-landwirtschaftlichen Flächen eingesetzt werden. 

Neue Vorreiter gesucht: Jetzt Klimaschutz-Unternehmen werden!

Ab sofort können sich Firmen der Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen e. V. anschließen. Das Bundesumweltministerium (BMUV), das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) sowie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rufen auf, sich als Klimaschutz-Unternehmen zu bewerben. Mitmachen können Firmen und Betriebe aller Größen und Branchen, die Klimaschutz, Umweltschutz oder die Anpassung an die Klimakrise als strategisches Unternehmensziel verfolgen.

Die Bewerbungsfrist endet am 31.07.2022.

Klimaschutzministerin Eder: „Ein Quantensprung beim Kunststoffrecycling“

„Wo Abfälle nicht vermieden werden können, sollten die Grundstoffe möglichst vollständig wiederverwertet werden. Das ist praktizierter Umwelt- und Klimaschutz, denn wir sparen wertvolle Rohstoffe und Energie“, sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder nach dem Besuch der neuen Kunststoffrecyclinganlage der Fa. Zimmermann in Lahnstein. Die europaweit einzigartige Anlage wurde in Kooperation mit den Firmen Borealis (Chemieindustrie) und Tomra Sorting GmbH (Weltmarktführer für Sortiersysteme) errichtet.

   FÖRDERUNGEN

Ausschreibung: Betriebsübergreifende Lösungen für textile Kreisläufe

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) erkennt in der Circular Economy, einer erweiterten Kreislaufwirtschaft, ein enormes Potenzial und nimmt das Thema mit der Förderinitiative #DBUcirconomy verstärkt in den Blick: In einer aktuellen Ausschreibung fokussiert die Stiftung auf betriebsübergreifende Lösungen für textile Kreisläufe und wendet sich damit insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Ausdrücklich erwünscht sind Kooperationsprojekte zwischen KMU und Forschungseinrichtungen. 

Förderwettbewerb Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft

Der "Förderwettbewerb Energieeffizienz" fördert seit 15. April 2019 investive Maßnahmen, bei denen Unternehmen in neue hocheffiziente Technologien investieren sowie den Anteil der erneuerbaren Energien zur Bereitstellung von Prozesswärme ausbauen, die sich ohne Förderung erst nach einem Zeitraum von mindestens vier Jahren (energiekostenbezogene Amortisationszeit) rechnen würden. In der 12. Wettbewerbsrunde wurde die maximale Förderquote von 50% auf 60% angehoben und das Rundenbudget deutlich erhöht. 

Umweltministerium Baden-Württemberg fördert fünf Modellanlagen zur Agri-Photovoltaik mit rund 2,5 Millionen Euro

Die baden-württembergische Landesregierung möchte in den nächsten Jahren die Agri-Photovoltaik (Agri-PV) als flächeneffiziente Landnutzungsform fest etablieren. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die beiden zuständigen Ministerien für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz bis 2024 fünf Pilotanlagen zur Agri-PV in Baden-Württemberg mit rund 2,5 Millionen Euro fördern.

EFRE-Förderprogramm „Ressourceneffizienz in Unternehmen“: Regionale Kompetenzstellen für Ressourceneffizienz (KEFF+) in Baden-Württemberg haben Arbeit aufgenommen

Im vergangenen August wurden durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg für alle zwölf Regionen des Landes die regionalen Kompetenzstellen für Ressourceneffizienz ausgewählt. Zum 1. Januar 2022 haben nun die ersten sechs sogenannten KEFF+ ihre Arbeit aufgenommen.
   AUSZEICHNUNGEN

Energy Efficiency Award 2022 – Unternehmen können sich ab sofort bewerben

Noch bis zum 27. Mai 2022 können sich private und öffentliche UNternehmen auf den Energy Efficiency Award 2022 bewerben. Prämiert werden innovative Projekte und Konzept, die die Energieeffizienz steigern und die Treibhausgase senken. Die Gewinner*innen werden im November in Berlin ausgezeichnet.

Grüne Büros im Fokus (B.A.U.M.)

Auch 2022 zeichnet B.A.U.M. im Wettbewerb "Büro & Umwelt" wieder Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen aus, die sich durch ressourcenschonendes, energieeffizientes Verhalten im Büro sowie eine nachhaltige Arbeitsplatzgestaltung hervorgetan haben.
Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2022.

Klima-Innovationspreis Niedersachsen

Das Niedersächsische Umweltministerium verleiht 2022 erneut den landesweiten „KlimaInnovationspreis Niedersachsen“. Ausgezeichnet werden hier Unternehmen, die mit ihren Innovationen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle einnehmen und den Wirtschaftsstandort Niedersachsen in besonderem Maße prägen. Die Frist zur Bewerbung endet am 31. Mai 2022.

  PUBLIKATIONEN

UBA | Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs vernetzter Elektro- und Elektronikgeräte – Mögliche Lösungs- und Regulierungsansätze im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie

Die Zahl vernetzter Elektro- und Elektronikgeräte wird in den nächsten Jahren immer weiter steigen. Die Kurzexpertise des Umweltbundesamts (UBA) beschäftigt sich daher mit negativen Umweltauswirkungen, die mit dieser Vernetzung verknüpft sind. Neben dem zusätzlichen Energie- und Rohstoffaufwand zur Herstellung der Geräte und der Mikroelektronik, wird auch der Einfluss auf den Energieverbrauch der Geräte untersucht. 

Zur Kurzexpertise
EEB | How EU policy can tackle microplastic pollution

Mikroplastik findet sich überall – selbst in den abgelegensten Regionen der Welt, die noch als unberührt gelten. Da die Plastikverschmutzung bis 2025 voraussichtlich um 33-36 % und auch darüber hinaus noch weiter zunehmen wird, braucht es effektive und nachhaltige Lösungen, um die fortschreitende Mikroplastik-Kontamination und ihre Auswirkungen zu minimieren. In dieser vom European Environmental Bureau (EEB) herausgegebenen Broschüre werden nun die gemeinsam mit Seas at Risk, ECOS und der Surfrider Foundation Europe entwickelten Handlungsempfehlungen für die EU im Kampf gegen die Umweltverschmutzung durch Mikroplastik vorgestellt.

Zum Bericht

EEA | Textiles and the environment: the role of design in Europe’s circular economy

Aus Sicht des europäischen Konsums haben Textilien nach Nahrung, Wohnen und Mobilität im Durchschnitt die vierthöchsten negativen Lebenszyklusauswirkungen auf Umwelt und Klimawandel. Die Umstellung auf ein zirkuläres Textilproduktions- und -verbrauchssystem mit längerer Nutzung und mehr Wiederverwendung und Recycling könnte laut der European Environment Aency (EEA) diese Auswirkungen jedoch verringern. Eine wichtige Maßnahme ist ein zirkuläres Design von Textilien, um ihre Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit zu verbessern und den Rückgriff auf Sekundärrohstoffe für neue Produkte sicherzustellen.

Zur Publikation

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