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26. Konferenz des Netzwerks Ressourceneffizienz

Nach numehr fast zwei Jahren, die gesamtgesellschaftlich von der globalen COVID-19-Pandemie geprägt waren, spannte die 26. NeRess-Konferenz am 6. Dezember 2021 einen breiten Bogen zu den neuesten Entwicklungen im Bereich Ressourceneffizienz.

Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten im Rahmen der Konferenz und tauschten sich zu den Herausforderungen aus, die seit Beginn der COVID-19-Pandemie die deutsche Industrie in Atem halten, und besprachen zudem die daraus erwachsenden Chancen für Industrie und Wirtschaft, die sich im Themenfeld Ressourceneffizienz nicht zuletzt auch mit Blick auf den neuen Koalitionsvertrag ergeben.

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NEUES VON DEN NERESS-PARTNERN

RE vor Ort: Mit Materialflusskostenrechnung Ressourceneffizienz steigern und Kosten reduzieren

In Kooperation mit der Umwelttechnik BW GmbH und dem Beraternetzwerk FABRIKtester.de veranstaltet das Netzwerk Ressourceneffizienz am 25. Januar 2022 eine Veranstaltung aus der Reihe „Ressourceneffizienz vor Ort“. Im Mittelpunkt der Online-Veranstaltung steht das Thema „Materialflusskostenrechnung“ und ihre praktische Anwendung für mehr Ressourceneffizienz in Unternehmen.

Wie kann Deutschland bis 2045 klimaneutral werden?

Im novellierten Bundes-Klimaschutzgesetz wurde verankert, dass Deutschland bereits im Jahr 2045 klimaneutral werden soll. Wie das gelingen kann, hat nun das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in der Szenarienstudie „Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045: Szenarien und Pfade im Modellvergleich“ im Rahmen des Ariadne-Projekts näher dargestellt.

B.A.U.M. und DER MITTELSTANDSVERBUND schließen strategische Partnerschaft für den Klimaschutz

Klimaschutz braucht starke Bündnisse, denn der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit mit spürbaren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund arbeiten B.A.U.M. und DER MITTELSTANDSVERBUND beim Thema Klimaschutz künftig eng zusammen und besiegeln eine strategische Partnerschaft.

Normen zur Quantifizierung von Treibhausgasemissionen

Weltweit versuchen zahlreiche Länder, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur einzudämmen, indem sie sich ehrgeizige Ziele zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen setzen, was Teil ihrer Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen ist.

Dekarbonisierung & Effizienz – wo stehen & was erwarten Sie? Der Energieeffizienzindex 2021

Dekarbonisierung und efficiency first sind allgegenwärtig, das haben die Koalitionsverhandlungen und die Weltklimakonferenz in Glasgow jüngst gezeigt. Wie steht Ihr Unternehmen dazu? Welche Chancen sehen Sie in der Flexibilisierung der Energienachfrage? Was erwarten Sie sich von der Politik?

Kunststoffrecycling in der Baubranche stärken

Der Baubereich ist nach Verpackungen das zweitgrößte Anwendungsgebiet von Kunststoffen: 2017 wurden etwa 2,6 Millionen Tonnen verbaut. Doch es fehlt derzeit an geeigneten Vorgaben für das Recycling der Kunststoffbauprodukte, zudem werden die Mengen ungenügend erfasst.

Sekundärrohstoffe als effektives Mittel zur Ressourcen- und CO2-Einsparung

Die Circular Economy, also die Kreislaufführung von Rohstoffen, kann wesentlich zur Defossilisierung und zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens beitragen. Gleichzeitig spart sie wertvolle Ressourcen ein. In ihrem aktuellen Diskussionspapier „Circular Economy in der Grundstoffindustrie: Potenziale und notwendige Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Transformation gibt die Landesinitiative IN4climate.NRW einen Überblick über den aktuellen Stand und zeigt eine Vision der Circular Economy in der energieintensiven Industrie auf.

Schub fürs Kunststoffrecycling

Mit der DIN SPEC 91446 stellt DIN eine nach Informationstiefe abgestufte und einheitliche Beschreibung der Rezyklate aller Polymerarten und deren Qualität zur Verfügung. Denn viel zu oft schaffen es riesige Mengen Kunststoff nicht in den Recycling-Kreislauf, sondern landen in der Verbrennung. Hinzu kommt: hochwertige Kunststoffrezyklate sind teilweise nicht verfügbar und der Einsatz ist in einigen Fällen noch teurer als Neuware. 

Recycling beginnt beim Produktdesign

Wissenschaftler*innen des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) haben bei STENA-Recycling im rheinland-pfälzischen Baumholder einen Großversuch mit 100 Kühl-/Gefriergeräten durchgeführt. Ziel ist zu zeigen, dass für eine hohe Rückgewinnungsquote der einzelnen Bestandteile und Materialien bereits eine konstruktive Gestaltung der Haushaltsgeräte nötig ist.

Plattform-Geschäftsmodelle

Plattform-Geschäftsmodelle als Chance für regionales, kollaboratives und zirkuläres Wirtschaften – welche Potenziale und Herausforderungen bieten digitale Geschäftsmodelle und Plattformökonomie für den Mittelstand? Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind die beiden Themen unserer Zeit und können - zusammen gedacht - ökologische, soziale und ökonomische Vorteile für Unternehmen schaffen.

   NEUES AUS DER POLITIK

EU-Roadmaps für Industrietechnologie, Kreislaufwirtschaft und kohlenstoffarme Technologien

Die Europäische Kommission hat mit Unterstützung der Technopolis Group und des Austrian Institute of Technology Roadmaps für Industrietechnologie, Kreislaufwirtschaft und kohlenstoffarme Technologien konzipiert, die 2022 fertiggestellt werden sollen. Im Rahmen dieser umfangreichen Studie führt die Technopolis-Gruppe ergänzend eine Umfrage durch, um die Perspektiven von Technologieentwickler*innen einzuholen und Herausforderungen und Investitionsbedürfnisse zu verstehen.

   FÖRDERUNGEN

Bundesumweltministerium lobt 6. Ideenwettbewerb für Klimaschutzprojekte in Europa aus

Das Bundesumweltministerium (BMU) ruft zu Projektideen auf, die zur Umsetzung einer ambitionierten Klimaschutzpolitik in Europa beitragen. Bis zum 12. Januar 2022 können gemeinnützige Organisationen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Bildung und Kommunen ihre Vorschläge im Rahmen des sechsten Ideenwettbewerbs der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) einreichen. Es können sich Interessenten aus allen EU-Mitgliedsstaaten bewerben, wobei der regionale Schwerpunkt auf Mittel-, Ost- und Südeuropa sowie den baltischen Staaten liegt.
Bundeswirtschaftsministerium erweitert Effizienzförderung für die Wirtschaft: Bessere Förderbedingungen für Klein- und Mittelständler und neuer Förderschwerpunkt Ressourceneffizienz

Zum 1. November 2021 traten zwei neue Förderrichtlinien des Bundeswirtschaftsministeriums in Kraft. Beide Förderrichtlinien verbessern und erweitern die Effizienzförderung für die Wirtschaft und passen so die Förderung an die gestiegenen energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung an. Neben Energieeffizienz wird künftig auch Ressourceneffizienz gefördert. Zudem werden die Förderbedingungen vor allem für Klein- und Mittelständler verbessert. Konkret geht es um die Förderrichtlinien „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit“ sowie „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz – Förderwettbewerb“. 

BMU fördert umweltfreundliche und effiziente Produktion von organischen Solarzellen

Das Bundesumweltministerium fördert ein innovatives Verfahren für die umweltfreundliche und effiziente Produktion von Elektrodenfolien für organische Solarzellen. Mit dem neuartigen Fertigungsverfahren, das die ROWO Coating Gesellschaft für Beschichtung mbH entwickelt hat und am Standort Herbolzheim in Baden-Württemberg erstmalig einsetzt, können nicht nur seltene Schwermetalle wie Indium ersetzt werden. Durch das neuartige Schichtsystem kann außerdem der Energiebedarf des Beschichtungsprozesses um über 60 Prozent gegenüber herkömmlichen Verfahren veringert werden. 

Bundesumweltministerium baut Förderung des kommunalen Klimaschutzes umfangreich aus

Mit der „Kommunalrichtlinie“ unterstützt das Bundesumweltministerium (BMU) seit 2008 den Klimaschutz in Städten und Gemeinden. Die positiven Effekte gehen dabei weit über die CO₂-Reduzierung hinaus: Sie steigern die Lebensqualität vor Ort und entlasten den kommunalen Haushalt durch sinkende Energiekosten. Jetzt hat das BMU die Kommunalrichtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) novelliert.
   AUSZEICHNUNGEN

Bundespreis ecodesign – feierliche Preisverleihung

Der Bundespreis ecodesign als höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland wurde am 6. Dezember zum zehnten Mal vergeben. Der Preis, der gemeinsam von BMU, UBA und IDZ entwickelt, gefördert und durchgeführt wird, zeichnete auch in diesem Jahr wieder herausragende umweltverträgliche und zukunftsweisende Projekte aus.

DBU startet Auswahlverfahren für den Deutschen Umweltpreis 2022

Der Deutsche Umweltpreis zählt zu den renommiertesten und höchstdotierten Ehrungen Europas und wird 2022 zum 30. Mal verliehen. Ab sofort läuft das Auswahlverfahren. Vorschläge für herausragende Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung, Gesellschaft sowie kleine und mittelständische Unternehmen können bis zum 15. Januar 2022 eingereicht werden.

Umweltpreis für Unternehmen Baden-Württemberg 2022

Immer mehr Unternehmen in Baden-Württemberg setzen auf betrieblichen Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften. Diese vorbildlichen Unternehmen sollen mit dem Umweltpreis für Unternehmen ausgezeichnet werden. Nun geht der Wettbewerb bereits in die 20. Runde. Bis zum 31. Januar 2022 können sich Unternehmen und Selbstständige aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung bewerben.

  PUBLIKATIONEN

DERA | Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2021“

Die dritte Auflage der Studie „Rohstoffe für Zukunftstechnologien“ wurde im Auftrag der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) aktualisiert. Die Studie (DERA Rohstoffinformationen Nr. 50) kommt zu dem Ergebnis, dass der Rohstoffbedarf der untersuchten Zukunftstechnologien im Jahr 2040 bei insgesamt elf Metallen über der heutigen Produktion liegen könnte. Bei weiteren acht Rohstoffen könnte der Bedarf deutlich steigen.

Zur Studie
UBA | Stadtplanung und Stadtentwicklung als Hebel für den Ressourcen- und Klimaschutz

Städte und ihr Umland sind „Hot-Spots“ der Ressourceninanspruchnahme. Gebäude und Infrastrukturen verursachen sowohl in der Bau- als auch in der Nutzungsphase einen hohen Bedarf an Rohstoffen, Energie, Fläche und Wasser. Stadtplanung und -entwicklung können wichtige Beiträge leisten die Ressourceninanspruchnahme zu reduzieren, da sie direkten Einfluss auf Bautätigkeiten und die Infrastrukturversorgung haben. Die vorliegende Broschüre des Umweltbundesamtes richtet sich daher an die kommunale Verwaltungspraxis und zeigt mittels theoretischer und praktischer Fallkonstellationen Möglichkeiten auf, wie Ressourcenschutz durch den gezielten Einsatz von Instrumenten der Stadtplanung und -entwicklung unterstützt werden kann.

Zur Broschüre

UTBW | CO₂ aus industriellen Prozessen mittels biologischer und hybrider Technologien zu neuen Rohstoffen recyceln

In verschiedensten industriellen Prozessen fallen Treibhausgasemissionen an. Diese prozessbedingten CO₂-Emissionen wie bei der Zementherstellung, Müllverbrennung oder Erzeugung von Biogas zu vermeiden, ist nur schwer oder gar unmöglich. Damit auch solche Industriezweige klimaneutral werden können, sind andere Lösungen gefragt. Welche Anwendungs- und Wertschöpfungspotenziale sich für dieses CO₂-Recycling aus Industrieabgasen in Baden-Württemberg bieten, zeigt die aktuell veröffentlichte Machbarkeitsstudie der Umwelttechnik BW, Universität Stuttgart und Fraunhofer IGB, die das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg im Rahmen der Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie gefördert hat. 

Zur Machbarkeitsstudie (PDF-Download)

   VERANSTALTUNGEN

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Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).